Sonne und Hitze!

2003 war in vieler Hinsicht ein außergewöhnlicher Jahrgang. Der Winter war relativ kurz und nicht sehr kalt. Die Winterfeuchtigkeit war aber, Gott sei Dank, reichlich. Nur weil die Böden bis tief hinunter vom Winter gut angefeuchtet waren, konnten die Weingärten die extrem seltenen und nicht sehr ausgiebigen Niederschläge im Frühling und im Sommer heil überstehen. Im ganzen Jahr fielen nur 265 mm Regen (langjähriger Durchschnitt: 450 mm)!
Der Austrieb war früh, die Blüte schon etwa 1 bis 1,5 Wochen früher als üblich und durch das tadellos schöne Wetter den ganzen Sommer über bis Mitte Oktober war auch die Reife der Trauben sehr früh. Die Lese begann bei uns am 28. August, gut 4 Wochen früher als "normal".

Die Reife der Trauben war ausgezeichnet, und der Gesundheitszustand einwandfrei. Die Lese ging rasch, dauerte aber trotzdem sehr lange, weil mit der Ernte der Süßweine sehr lange gewartet werden mußte.
Die Weißweine waren 2003 sehr vollmundig, ja fast üppig. Die Süßweinernte war sehr klein, da durch die Hitze die Beerenschalen sehr dick waren und es kaum zu einer Botrytisinfektion kam. Es wurden einige Spät- und Auslesen, aber nur eine ganz kleine Menge an Ausbruch geerntet.

Ideal war das extrem trockene und heiße Wetter natürlich für die Rotweine, mit der einzigen kleinen Einschränkung namens Pinot Noir. Die Pinot waren generell fast zu üppig und manchmal marmeladig in der Frucht. Aber für alle anderen roten Sorten war es ein Traum von Reife, Fülle und Farbe.