Eine der kleinsten Ernten

Nach einem langen und kalten Winter zeigten sich an den Rebstöcken nur recht wenige Trauben. Durch die Anfang Juni einsetzende Schaftskälte verlief dann auch noch die Blüte nicht wie gewünscht. Starkes Verrieseln war die Folge.
Den weiteren Witterungsverlauf prägten südöstliche Strömungen, die von der Adria zwar warme Luft, aber auch viel Regen brachten.

Die Reife der Trauben war dennoch gut, sowohl was die Zucker- als auch die physiologische Reife betraf. Das Wetter während der Lese, die Ende September begann, war dann auch besser. Leider gab es gleich in der ersten Woche täglich dichten Morgennebel, der die Fäulnis der Trauben rasch voran schreiten lies. Besonders betroffen davon war die Sorte Zweigelt. Aber auch die anderen roten Sorten waren gefährdet, Botrytis zu bekommen und so musste sehr rasch geerntet werden. Die Rotweine zeigen viel Frucht und sehr schöne Eleganz.

Die trockenen Weissweine sind extrem fruchtig und lebendig; ein echtes Trinkvergnügen. So richtig profitiert vom Wetter haben aber die Süßweine. Die Botrytis kam relativ früh und auch sehr intensiv. Zudem ist die Edelfäule rasch geschrumpft. Es wurden 2 sehr hochgradige Auslesen und sonst nur Beerenauslesen und z.T. ganz hochgradige Ausbrüche geerntet. Bereits am 23. Oktober konnten wir den höchstgradigen Wein des Jahres "ausbrechen": ein Chardonnay mit ca. 48° KMW!