Jahrgang 2007

Der Winter war einer der wärmsten und schneeärmsten der Geschichte. Einzig im März sorgten größere Mengen an Neuschnee im Gebirge für den lang ersehnten Pistenspass.

Aber kaum waren die Schneefälle und damit die letzten kalten Tage vorüber ging der milde Winter von den Temperaturen her gesehen gleich in den Sommer über. Tagsüber 20 und mehr Grad im April und dazu wochenlang strahlender Sonnenschein sind schon sehr aussergewöhnlich.

Das warme Wetter brachte auch einen frühen Austrieb und eine frühe Blüte. Juni und Juli zeigen eine fast ungeahnte Wärme (bis 35° Celsius), strahlenden Sonnenschein und somit große Trockenheit. Zum Glück sind unsere Reben tief verwurzelt und konnten so sehr gut mit diesen widrigen Umständen fertig werden.

Der August war dann fast unüblich kühl und auch ein wenig regnerisch. Die Reben konnten sich wieder erholen und die Frische in den Weinen ist sicher auch ein Ergebnis dieser kühlen Periode. Das letzte Drittel des Monats, das für die Reife der Trauben sehr entscheidend ist, war dann wieder warm und sonnig.

Die Lese begann sehr früh, bei uns am 25. August (!) mit der Sorte Pinot Noir. Eine Regenperiode von 05. bis 08. September mit gut 80 mm Niederschlag hat die Botrytis stark begünstigt. Die Ernte der roten Sorten wurde am 21. September abgeschlossen. Ab dem 24. September bis zum 10. Oktober erfolgte dann die Ernte der insgesamt schon sehr hochgradigen und tollen Süßweine. (nur zum Vergleich: in den 1970er und 1980er Jahren wurde meist um den 10.10. mit der Ernte begonnen! - allerdings war es damals auch Ziel fast ausschließlich edelsüße Weine zu ernten)