Einfach großartig

Der Winter 2010/11 war insgesamt relativ trocken und schneearm, aber an sonnigem Wetter nicht zu überbieten."So ein super Wetter wie in diesem Winter werden wir wohl nie wieder haben" meinte dazu auch die Chefin einer großen Skihütte im Zillertal. 

Aufgrund des tollen Wetters lagen die Temperaturen schon früh im Jahr recht hoch. Der Austrieb der Reben begann somit auch schon sehr zeitig. Die Reben wuchsen rasch. Bis am Morgen des 06. Mai Strahlfröste in allen tieferen Lagen, wo die Luft nicht restlos abfließen kann teils kräftige Frostschäden verursachte. Bei uns erwischte es eine Junganlage und wegen der niedrigen Erziehung (wenige Zentimeter mehr Stammhöhe hätten unsere Reben vor dem Frost bewahrt!) auch einige andere Weingärten - in Summe etwa 3 Hektar! 

Dieser Spätfrost war aber nur eine ganz kurze Unterbrechung des generell sehr schönen, warmen und trockenen Wetters. Die Blüte war früh und verlief rasch und problemlos. Die Pilzkrankheiten, dieses Jahr vor allem der "Echte Mehltau" (Oidium) lauerten, wir konnten die Reben aber ganz gesund erhalten. Im Juli bekam das tolle Wetter dann einen Dämpfer. Der eigentliche Sommer war eher kühl und auch relativ niederschlagsreich. Der August brachte aber den Sommer zurück und dieser sollte bis in den Otober hinein anhalten. 

Die Weinlese begann bei uns am 07. September und war für die trockenen Weiß- und Rotweine am 06. Oktober abgeschlossen. In der gesamten Zeit war es unglaublich sonnig, vor allem am Nachmittag, richtig warm bis heiß und so wurde oft auch nur Vormittags geerntet. Bis zum 06. Oktober sah man auch immer noch einige Personen im See schwimmen (!) und abends auf der Terasse zu sitzen war einfach traumhaft. Eben wie im Sommer.Die Weiß- und Rotweine 2011 versprechen, ganz groß zu werden! 

Für die Süßweine müssen wir das Urteil erst abwarten. Ab dem 07. Oktober wurde es deutlich kälter, hie und da morgens auch schon einmal leicht frostig. Aber Botrytis (Edelfäule) ist etwas ganz rahres bzw. noch nicht vorhanden. Erst seit dem 24. Oktober ist die Luft nun feuchter und es gibt vermehrt auch teils dichteren (Morgen)Nebel - eben typisches Herbstwetter. Wir haben noch knapp 5 Hektar zu ernten und hoffen das Beste.