Schlimmer geht´s nimmer?

2014 zeigte sich über das Jahr hinweg relativ unauffällig. Rebwachstum, Entwicklung, etc - alles war "normal", ohne irgendein gröberes Problem.

Dann aber kam der 30 Juli. Der erste Tag der "Ruster Goldenen Weinwoche" fiel dann so richtig ins Wasser!!! In Rust hat es vergleichsweise geringe 85 Liter geregnet, in allen anderen Orten rund um den See deutlich mehr! Negativer Spitzenreiter war Podersdorf mit über 120 Liter an einem Tag! Im Gespräch mit Kollegen mitten im Regen haben wir noch gemeint: "gut ist der viele Regen ncht, aber wenn es nur heute regnet, dann ist es noch o.k."

Leider kam es dann aber anders. Jede Woche im August gab es Regen, ca. 30 bis 40 Liter und auch Anfang September wollte es nicht aufhören. Zudem war es relativ warm, insgesamt fast tropisches Wetter. Die Reife der Trauben ging etwas verzögert, aber doch weiter und Anfang September konnten dann schon die ersten Trauben geerntet werden - in den ersten Tagen waren die Trauben trotz des vielen Regens auch noch gesund und schön.

Leider kam dann vom 11. bis 14 September erneut viel Regen und ab dem 15. September konnte man nur mehr "retten, was noch zu retten ist". Die Trauben begannen rasch und rascher zu faulen und die Ernte bzw. händische Selektion wurde zusehends aufwendiger! Die Erntemenge in gleichem Maße auch immer geringer. Das Wetter hat auch die rasche Vermehrung und somit ein erstmaliges, massives Auftreten der sogenannten "Kirsch-Essig-Fliege" begünstigt. Insgesamt hatten wir 70% weniger Ernte als in einem normalen Jahr!

Abschließend muß aber gesagt werden, dass die Weine viel besser sind, als ihr Ruf! Das feuchte Wetter hat dem Jahrgang 2014 ein sehr negatives Image eingebracht. Das ist so nicht richtig. Die Weissweine sind frisch und fruchtig und einfach herrlich zu trinken, die wenigen Süßweine ganz toll und auch die Rotweine bestechen mit Frucht und ganz viel Eleganz!