Kork oder Schraubverschluss

Bis zum Jahr 2003 wurden alle unsere Weine immer zu 100 Prozent mit Naturkorken verschlossen. Wir haben uns immer um höchste Qualität beim Kauf der Korken bemüht und auch keine Kosten (bis über 1 €uro pro Kork!) gescheut. Leider ist die Qualität nicht einfach durch den Preis regelbar und auch wir haben mehr und mehr Flaschen mit "schleichendem Kork" zu bemängeln. Leider.

Daher füllen wir ab dem Weinjahr 2003 einen zunehmden Teil unsere Weine mit Schraubverschlüssen ab.

Beim Weinverschluss ist es wichtig, dass der Wein dicht verschlossen ist. Die "Theorie" nach welcher der (Rot)Wein bei der Lagerung durch den Korken atmen muss ist leider nicht wahr. Schon 1970 wurde in Bordeaux eine Untersuchung über die Reife in Rotweinen durchgeführt. Das Ergebnis ist, dass alle Prozesse der Reifung ohne Luft stattfinden. Luft bringt ganz im Gegenteil Oxidation und die will keiner. Daher ist bei Altweinen das Füllniveau der Flaschen auch so entscheidend für Qualität und Preis. Desto weniger Wein in der Flasche verblieben ist, desto mehr Luft wurde nachgezogen und desto eher ist der Wein schon verdorben.

Ein weiteres Beispiel ist Champagner. Sie werden für die 2. Gärung in der Flasche mit Kronenkorken verschlossen und erst bevor sie auf den Markt kommen mit einem Korken neu verschlossen. Neben der bewährten Dichtheit hat der Naturkork im Champagner für das typische Knallen zu sorgen. Ansonsten könnte jeder andere Typ von Verschluss verwendet werden.

Uns ist eben wichtig, dass Sie unsere Weine, die wir mit grösster Liebe und Sorgfalt herstellen, rein und unverfälscht geniessen können. Und daher entscheiden wir uns immer für den besten Verschluss.