Geschichte

Bild oben: Pauline und Johann Feiler, 1903


1903 übersiedelt Johann Feiler nach Rust. Er ist der erste Feiler in der Freistadt. Schon 6 Wochen später heiratet er Pauline Tremmel.
Das Weingut selbst wurde in den 1930 Jahre von deren Sohn Gustav Feiler und seiner Frau Karoline gegründet. 1935 heiraten beide und 1936 konnte unerwartet, weil mehr durch Zufall als gewollt oder geplant, das Haus in der Hauptstrasse 3 gekauft werden.

Obwohl die Familie nicht nur Wein anbaut sondern ganz der Zeit und der Notwendigkeit sich so weit wie möglich selbst zu versorgen entsprechend auch von den Erträgen der Äcker und des Viehs lebt, ist doch der Weinbau das, woran das Herz hängt. Schon 1947 wird begonnen, einen Teil der Ernte in Flaschen zu füllen und selbst zu vermarkten. So wird nach und nach ein großer Stamm an Privatkunden aufgebaut. Der andere, anfangs natürlich weit größere Teil der Weine, wird im Fass an Händler und Gastronomen verkauft.

1953 ist es Gustav Feiler, der als erster Ruster nach dem Krieg wieder gezielt einen "Ruster Ausbruch" erntet.

1963 übernimmt Hans Feiler die Weinbereitung von seinem Vater Gustav. 

Der Betrieb wächst weiter rasch und erstreckt sich in den 1980er Jahren schon über 19 Hektar Rebfläche. Der Schwerpunkt de Weine liegt wegen des besonderen Klimas in Rust natürlich beim Süßwein. Auch von die Rotweine, die nach eine untergeordnete Rolle spielen, werden vor allem als Spät- und Auslese süß ausgebaut. Der Verkauf erfolgt fast zur Gänze ab-Hof und obligt den Damen im Haus: Karoline Feiler, Inge Feiler (Frau von Hans) und Gertrude Artinger (Schwester von Hans Feiler).

Ab 1986, Gustav Feiler geht mit 77 Jahren in Pension, firmieren die Weine fortan unter dem Doppelnamen "Feiler-Artinger".

Als Ende der 80er Jahre der Rotweinboom in Österreich beginnt, ist das Weingut an vorderster Front mit dabei. Der "Solitaire" und der "1000x Cabernet-Merlot" gehören von Beginn an zu den besten Rotweinen Österreichs. Die Rebfläche wird in den Jahren bis 2001 kontinuierlich auf 30 Hektar erweitert, um die enorme Nachfrage nach den großen Rotweinen annähernd befriedigen zu können. Aber auch im Betrieb selbst wird einiges verändert bzw. erweitert: Um die größeren Mengen Wein vergären und lagern zu können braucht es Platz, Tanks und neue Keller. So werden 1993, 1997 und 2001 insgesamt 3 neue Keller gebaut. 1998 wird im Innenhof ein Turm gebaut. Eigentlich nur ein Zweckbau (großer Lastenaufzug für den Keller und Stiegenhaus), prägt er fortan das Erscheinungsbild des Weinguts als kleines Schloss bzw. Chateaux wesentlich mit.

1994 steigt Kurt Feiler (Sohn von Hans und Inge) in den Betrieb ein. Schritt für Schritt übernimmt er die Verantwortung für den Keller von seinem Vater Hans.

1997, Mitten in der Expansion des Betriebes und im Zuge eines Kellerneubaus, wird die Viehwirtschaft im Haus aufgegeben. Es ist eine schwere Entscheidung für Hans und Kurt Feiler, aber leider unumgänglich. 

2005 heiratet Kurt Feiler seine Frau Katrin (geb. Wurm). Die Kinder kommen 2005, 2007 und 2009 zur Welt.

Ab 2008 wird der Betrieb bio-dynamisch bewirtschaftet. Dies geschieht nach "Respekt-BIODYN" Richtlinien. Mit dem Jahrgang 2011 sind die Weine bio-dynamisch zertifiziert - äußerlich erkennbar an der neuen Etikette.

Ab 2010 wird in den Weingärten der "Sanfte Rebschnitt nach Simonit & Sirch" umgesetzt bzw. angewendet.

2013 erfolgt die offizielle Betriebsübergabe an Kurt Feiler.