Böden und Klima

Unsere Böden

Im Ruster Hügelland gibt es 2 sehr unterschiedliche Bodentypen.

Auf der südlichen Seite des Hügellandes Richtung Mörbisch herrscht ein Braunerde-Verwitterungsboden vor, der auf Schiefer-Granit-Urgestein (roter Schiefer) aufliegt. In dieser, „Ruster Schotter“ genannten Gesteinsformation, sind viele Mineralien und Quarze eingelagert. Das macht die Weine, vor allem aus weißen Sorten wie Welschriesling und Furmint, hier so besonders mineralisch, fein und elegant.

Nur ein kleiner Teil der Böden auf der Südseite des Hügellandes aber praktisch die ganze nördlich von Rust gelegene Seite besteht aus Kalkurgesteinsböden. Wie auch auf der südlichen Seite so ist auch hier mehr Lehm im Oberboden, je näher man dem See kommt. Und die Böden sind leichter, durchlässiger und haben einen höheren Anteil an kleinen Steinen im Oberboden, je höher es den Hügelzug hinaufgeht.

Die Hügel der nördlichen Seite des Hügellandes sind ein wenig weiter vom See entfernt, als jene auf der südlichen Seite. Sie bilden einen Halbkreis und werden daher seit jeher als des „Amphitheater von Rust“ beschrieben. Die kalkreichen Böden eigenen sich hervorragend für alle Burgundersorten (weiß wie rot, z.B. Chardonnay, Weißburgunder und Pinot Noir) und besonders auch für Blaufränkisch, der die Hauptrotweinsorte hier in Rust darstellt.

UNSER KLIMA

Ein ganz besonderes Mikroklima
als Garant für große Weine


Das Klima im Burgenland ist generell ein kontinentales Klima. Das heißt, es gibt kalte aber eher trockene Winter und heiße Sommer.

Für die Trauben- und Weinqualität ganz entscheidend ist aber das Mikroklima in den Weingärten. Und hier hat Rust ein ganz besonderes zu bieten. Der Neusiedlersee mit seiner großen Oberfläche und der geringen Wassertiefe ist ein ganz besonderer Wärmespeicher und Klimaregulator.

In den heißen Sommermonaten erhitzt sich das Wasser des Sees rasch auf über 25° Celsius. Diese gespeicherte Energie gibt der See im Herbst wieder ab und macht damit das Klima bis in den Oktober hinein milder.

Zusätzlich liefert der See aber auch die notwendige höhere Luftfeuchtigkeit für das Gedeihen der Edelfäule, des Pilzes Botrytis cinerea. Erst wenn im Wechselspiel von kühleren Nächten und warmen Tagen gegen Ende September und im Oktober leichte Morgennebel entstehen, werden die reifen Trauben von der Botrytis befallen.

Ganz wichtig und entscheidend ist für das besondere Mikroklima auch das „Ruster Hügelland“. Auf diesem Hügelzug rund um Rust stehen die Weingärten auf sanften Hängen. Die geografische Ausrichtung von Süd bis Ost ist ideal für die Trauben. Der wichtigste Faktor ist aber, dass das Hügelland rund um Rust einen großen Kessel, gleich einem Amphietheater bildet. Dies bewirkt eine sehr geschützte Lage der Weingärten vor Unwettern wie Hagel und Sturm und eben eine ganz besondere Sonneneinstrahlung.