Böden

Im Ruster Hügelland gibt es 2 sehr unterschiedliche Bodentypen.

Auf der südlichen Seite des Hügellandes Richtung Mörbisch herrscht ein Braunerde-Verwitterungsboden vor, der auf Schiefer-Granit-Urgestein (roter Schiefer) aufliegt. In dieser, "Ruster Schotter" genannten Gesteinsformation, sind viele Mineralien und Quarze eingelagert. Das macht die Weine, vor allem aus weißen Sorten wie Welschriesling und Furmint, hier so besonders mineralisch, fein und elegant.

Nur ein kleiner Teil der Böden auf der Südseite des Hügellandes aber praktisch die ganze nördlich von Rust gelegene Seite besteht aus Kalkurgesteinsböden. Wie auch auf der südlichen Seite so ist auch hier mehr Lehm im Oberboden, je näher man dem See kommt. Und die Böden sind leichter, durchlässiger und haben einen höheren Anteil an kleinen Steinen im Oberboden, je höher es den Hügelzug hinaufgeht.

Die Hügel der nördlichen Seite des Hügellandes sind ein wenig weiter vom See entfernt, als jene auf der südlichen Seite. Sie bilden einen Halbkreis und werden daher seit jeher als des "Amphitheater von Rust" beschrieben. Die kalkreichen Böden eigenen sich hervorragend für alle Burgundersorten (weiß wie rot, z.B. Chardonnay, Weißburgunder und Pinot Noir) und besonders auch für Blaufränkisch, der die Hauptrotweinsorte hier in Rust darstellt.